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Ausländerbeauftragter will AfD in Schranken halten

today26. Juni 2023 5

Hintergrund
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Dresden- Nachdem ein AfD-Kandidat bei der Landratswahl in Sonneberg, Thüringen, einen historischen Sieg erzielt hat, möchte der sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth der AfD in seinem Land mit sauberer politischer Arbeit entgegentreten.

© Sachsen Fernsehen

„Was in Thüringen passiert ist, war ein reiner bundespolitischer Wahlkampf“, sagte der CDU-Politiker am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Die AfD habe keine konkreten Vorstellungen oder Konzepte zu Themen wie Bildung, Nahverkehr oder Krankenhausreform.

„Wir sollten die AfD stellen, wo immer wir sie stellen können. Natürlich freue ich mich, dass dieser Dammbruch nicht in Sachsen stattgefunden hat“, fügte er hinzu. Ein ähnliches Ergebnis hätte seiner Meinung nach in Sachsen erneut ein negatives Image zur Folge gehabt. Dies würde dem Ziel, Sachsen weltoffener zu machen und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, erheblichen Schaden zufügen.

„Ich glaube, dass wir mit Michael Kretschmer (CDU) jemanden haben, der einigermaßen sicherstellt, dass die AfD in Schach gehalten wird“, sagte Mackenroth, der ebenfalls der CDU angehört. Es sei auch wichtig, „professionelle Sacharbeit in der sächsischen Politik eher zu fördern als diesen Parteienstreit, der vor den Landtagswahlen wahrscheinlich nicht abnehmen wird“. Hierfür sei ein klares Konzept erforderlich, das nicht in populistische Sprache abgleite wie bei der AfD.

Das Ziel sei es, ein starkes Ergebnis wie in Thüringen für die AfD zu vermeiden. „Wir wollen die stärkste Partei werden und wir streben ein möglichst gutes Ergebnis für die CDU sowie die anderen bürgerlichen Parteien an.“

Bei der Landratswahl im Landkreis Sonneberg gewann der AfD-Kandidat Robert Sesselmann am Sonntag mit 52,8 Prozent gegen seinen CDU-Konkurrenten Jürgen Köpper, der nur 47,2 Prozent erzielte. Dies ist das erste kommunale Spitzenamt, das die Rechtspartei bundesweit errungen hat. Bundesweit liegt die AfD derzeit in Umfragen bei 18 bis 20 Prozent, in den fünf östlichen Bundesländern erzielt sie noch deutlich höhere Werte. (dpa/sn)

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